Aufforstung geeigneter, verfügbarer Flächen – auf eigenen wie auf fremden Grundstücken – ist für einen zeitgemäßen, klimaorientierten Waldumbau notwendig, weil sich Waldverluste und Standortbedingungen schneller verändern, als sich viele Bestände natürlich anpassen können.
Natürliche Verjüngung reicht nicht überall: Auf vielen Schadflächen fehlen Samenbäume, geeignete Mischbaumarten oder ausreichender Schutz vor Konkurrenzvegetation und Wildverbiss. Pflanzung/Ansaat ermöglicht gezielt die Baumartenmischung, die für zukünftige Klima- und Standortbedingungen geeignet ist.
Flächenpotenzial nutzen, bevor es verloren geht: Brachen, Randflächen, Kalamitätsflächen oder bisher untergenutzte Grundstücksteile sind oft zeitlich begrenzt verfügbar. Wer solche Flächen früh einbindet, schafft schneller Waldwirkungen wie Schatten, Bodenbildung, Wasserhaushalt und Erosionsschutz.
Wasser-, Boden- und Klimaschutz stärken: Neue Waldflächen stabilisieren den Landschaftswasserhaushalt, mindern Erosion, verbessern Mikroklima und binden langfristig CO₂. Das ist gerade bei standortgerechter Baumartenwahl und guter Pflege ein zentraler Beitrag zur Klimaanpassung.
Gemeinschaftsaufgabe über Eigentumsgrenzen hinweg: Waldumbau funktioniert im Landschaftsmaßstab. Kooperationen mit Fremdeigentümern (Pacht, Gestattungen, Partnerschaften) ermöglichen zusammenhängende Maßnahmen, bessere Biotopverbünde und effizienteren Ressourceneinsatz.

Klimarisiken erzwingen aktives Handeln
Dürre, Hitze, Sturm und Schädlinge führen regional zu großen Ausfällen. Aufforstung ersetzt verloren gegangene Waldflächen und verhindert, dass Kahlflächen über Jahre degradieren, austrocknen oder verbuschen.

Mischwälder entstehen nicht von allein
Klimaorientierter Waldumbau verlangt häufig mehr Vielfalt (Arten, Altersklassen, Strukturen). Aufforstung kann diese Vielfalt „anschieben“ und das Risiko streuen, statt auf wenige anfällige Arten zu setzen.

